Vollständige Checkliste zur Bewertung der Sicherheit Ihres derzeitigen Badezimmers und zur Ermittlung der notwendigen Verbesserungen. Zehn konkrete Punkte zur Sturzvorbeugung.
Das Badezimmer ist der unfallträchtigste Raum der Wohnung. Nasser Boden, beengte Verhältnisse, Bewegungen in instabilem Gleichgewicht: Hier sind die Bedingungen für einen Sturz vereint. Die gute Nachricht ist, dass sich die meisten Risiken durch einfache und gezielte Anpassungen beheben lassen.
Hier sind zehn Kontrollpunkte zur objektiven Bewertung der Sicherheit Ihres Badezimmers. Gehen Sie sie einen nach dem anderen durch: Jede erkannte Schwachstelle ist eine mögliche Verbesserung – und damit ein vermiedener Sturz.
1. Ist der Boden rutschfest?
Glatte und nasse Fliesen sind die größte Gefahr. Prüfen Sie die Bodenhaftung, insbesondere im Duschbereich und vor dem Waschbecken. Ein rutschfester Belag, der auf nasse, nackte Füße abgestimmt ist, senkt das Ausrutschrisiko erheblich.
2. Erfolgt der Zugang zur Dusche oder zum Bad ohne Übersteigen?
Einen Rand zu übersteigen ist ein hochriskantes Bewegungsmuster. Ein ebenerdiger Zugang ohne Schwelle ist die schützendste Anpassung. Wenn Sie noch übersteigen müssen, ist dies wahrscheinlich der erste Punkt, den es vorrangig anzugehen gilt.
3. Gibt es Haltegriffe an den richtigen Stellen?
Die Haltegriffe müssen an den belasteten Stellen angebracht werden: am Eingang der Dusche, neben dem Sitz, neben der Toilette. Sie müssen in einem festen Untergrund befestigt sein, der das Körpergewicht tragen kann. Ein schlecht befestigter Griff ist gefährlicher als gar kein Griff.
4. Kann man im Sitzen duschen?
Ein klappbarer Duschsitz ermöglicht das Waschen, ohne stehend das Gleichgewicht halten zu müssen. Das ist ein wesentlicher Komfort und eine echte Sicherheit, vor allem bei Müdigkeit, Schwindel oder Schwäche der Beine.
5 bis 10. Die weiteren wesentlichen Punkte
Diese letzten sechs Punkte vervollständigen die Bewertung. Zusammengenommen ergeben die zehn Kriterien eine präzise Kartierung der Risiken des Raums und der Handlungsprioritäten.
- 5. Ist die Armatur thermostatisch, um Verbrühungen zu vermeiden?
- 6. Ist die Beleuchtung ausreichend, ohne Schattenzonen und ohne Blendung?
- 7. Bleibt der Boden frei, ohne rutschenden Teppich oder Hindernis im Weg?
- 8. Ist die Höhe der Toilette geeignet, um sich leicht hinzusetzen und aufzustehen?
- 9. Sind Schalter und Bedienelemente erreichbar, ohne sich verrenken zu müssen?
- 10. Ist ein Mittel zum Alarmieren im Falle eines Sturzes in Reichweite?
Was mit den erkannten Schwachstellen tun
Nicht alle Schwachstellen erfordern eine aufwendige Sanierung. Manche lassen sich sofort beheben: einen rutschenden Teppich entfernen, die Beleuchtung verbessern, einen Haltegriff anbringen. Andere, wie die Beseitigung einer Duschschwelle, rechtfertigen einen umfassenderen Eingriff, der die Sicherheit des Raums dauerhaft verbessert.
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Häufige Fragen
Was ist das größte Risiko im Badezimmer?
Das Ausrutschen auf nassem Boden und der Sturz beim Übersteigen eines Dusch- oder Badewannenrands. Ein rutschfester Boden und ein ebenerdiger Zugang beseitigen diese beiden Hauptrisiken.
Kann ein Haltegriff überall angebracht werden?
Nein. Ein Griff muss in einem Untergrund befestigt werden, der das Körpergewicht tragen kann, und an den belasteten Stellen positioniert sein. Eine unzureichende Befestigung macht ihn gefährlich.
Bieten Sie eine Sicherheitsbegutachtung vor Ort an?
Ja, die Diagnose vor Ort ist kostenlos und unverbindlich. Wir bewerten den Raum Punkt für Punkt und geben bezifferte Empfehlungen ab.




